Alle Start- und Landeplätze im Raum Bödeli ab sofort gesperrt

Liebe Clubmiglieder

Die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise und die vom Bundesrat
verschärften Verhaltensvorschriften erfordern ausserordentliche Massnahmen.
Deshalb sperrt der Vorstand des Deltaclub Interlaken (DCI) sofort
alle Start- und Landeplätze im Raum Interlaken. Die Sperrung aller Start-
und Landeplätze erfolgt in Absprache mit dem Verein Kommerzielle Piloten
Interlaken (VKPI) und Paragliding Interlaken (PGI). Die Sperrung betrifft
alle Startplätze auf dem Beatenberg (Hohwald, Amisbühl Oben, Amisbühl Unten,
Amisbühl Chalet , Amisbühl Bergbo, Luegibrüggli, Öhrlimatte) und auch alle
Landeplätze auf dem Bödeli (Lehn, Höhematte, Matten (Notlandeplatz)). Die Sperrung wird vor Ort signalisiert.

Die Sperrung gilt ab sofort und bis mindestens am 19.
April 2020.

Die Sperrung ist erforderlich und ist ein sinnvoller Beitrag, das gestern vom
Bundesrat erlassene Verbot von Ansammlungen von mehr als fünf Personen
einzuhalten. Auch wird verhindert, dass bei allfälligen Flugunfällen die
Spitäler zusätzlich belastet werden.

Helft bitte mit, der Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und haltet
euch an die Sperrung der Start- und Landeplätze im Raum Interlaken. Bleibt
zu Hause!

Blibet gsund

Vorstand DCI

8 Gedanken zu „Alle Start- und Landeplätze im Raum Bödeli ab sofort gesperrt“

  1. Social Distancing hat beim Fliegen in Interlaken gut funktioniert. Das sind unverhältnismäßige Massnahmen fürs Fliegen. Das Unfall Risiko ist durch das einstellen des Flugschulbetriebs und der Lifte ohne hin stark gesunken, es sind nur noch wenige in der Luft dadurch sind wir im Promillebereich. Mehr Unfälle passieren zu Hause jetzt wo alle daheim sind.

    1. Es gibt sehr viele, die gerne Fliegen würden und gaaanz viel Zeit haben. Wenn alle Fliegen gehen, wäre es definitiv zu viel.
      Jeder einzelne sollte seine Kontakte jetzt für ein paar Wochen einschränken. Das geht einfacher, wenn all mitmachen. Mit jedem Flug “sagt” ihr den Leuten zu Hause, ihr seid doch Idioten, dass ihr die Rede des Bundesrats ernst nehmt.
      Das wird von der gesamten Bevölkerung gesehen und ist für das Image unseres Sports sehr schlecht.

      Es ist Frühling und die Flugtage werden länger bei anspruchsvollen Bedingungen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Unfall passiert – und diese Schlagzeile will ich nicht lesen!
      Die meisten Gleitschirmunfälle enden im Spital, die meisten Unfälle zu Hause können ambulant behandelt werden.
      Im Spital muss bald entschieden werden, wer eine Chance bekommt. Also seid bitte solidarisch mit dem Personal und reduziert euer Risiko.

      Werdet bitte erwachsen!

      P.S. logisch passieren alle Unfälle zu Hause wenn es bald Ausgangssperre gibt. In der Anzahl und schwere sind das aber massiv weniger. Darum geht es.

  2. Finde ich sehr schade und absolut überzogen. Und vor allem fördert ihr damit das wilde Starten und Landen was noch mehr Unfälle verursacht.

    Werdet Erwachsenen und überlegt euch mal ob wir so den Virus tatsächlich “ausrotten” können….. niemals, sobald wir alle wieder raus gehen, geht das ganze von vorne los. Und wir haben alle geschwächte Immunsysteme weil wir schön blind das gemacht haben was am einfachsten ist,… unsere Meinung durch die Medien bilden lassen und zu Hause bleiben?!?

    Und ich finde es toll das Familien die Zeit nutzen um mehr Zeit für sich zu haben, aber habt ihr auch an die Single Haushalte gedacht? Es ist unmöglich jemanden 4 Wochen in Isolation zu halten.

    1. Es geht nicht um “erwachsen werden” noch um “Ausrotten” vom Virus.
      Es geht “nur” darum die Kurve abzuflachen, und das Gesundheitssystem zu entlasten.

      Vielleicht trifft es dich selber oder Menschen die dir lieb sind, wenn es heisst: Für dich haben wir kein Beatmungsgerät oder Personal, welches dies bedienen kann. Nimm eine Taucherflasche und hilf dir selbst…

  3. Überlegt bitte….ich würde doch auch gerne in der luft hängen.

    Wir sind zu gierig, zu verwöhnt. Wer war in der schule, wer hat ein studium oder eine lehre gemacht? Wer hatte schon mal einen spitalaufenthalt und war froh um die behandlung?? Wer hat dies undere anderem mit finanziert und auf die beine gestellt. Klar auch wir mit den steuern, aber die regierung hat mal ein solch gutes bildungssystem auf die beine gestellt?
    Viele von uns haben bis jetzt viel genommen. Es ist auch mal zeit zu geben, zu befolgen und froh zu sein hier zu leben.
    Hört auf immer rumzurennen, zu konsumieren (fliegen ist auch konsum). Nutzt doch die chance und lernt still und alleine zu sein. Macht mal dinge, die ihr sonst nicht machen würden.
    Seid kreativ.

    Und so by the way, spitäler schliessen abteilungen, um personal auf notfälle und coronaabteilungen zu verschieben, sie verschieben chemos und operationen, die eigentlich notwendig wären.
    Und dann wartet patient gleitschirmunfall mit beinbruch vielleicht auch mal 3 wochen auf eine ops. Wie in anderen ländern üblich ist.

    Seid teil der lösung und nicht teil vom problem

  4. Merci @ DCI, SHV, Daniel und Sonja, ich stimme euch zu. Wir betreiben einen schönen Outdoor-Sport mit vielen Zuschauern. Lasst uns solidarisch mit den Direktbetroffenen sein: mit den Kranken und ihren Angehörigen, mit dem Spitalpersonal, das an die Grenzen des Erträglichen kommen wird, mit jenen, deren wirtschaftliche Existenz bedroht ist, mit jenen, die den Lockout psychoemotional nicht lange aushalten werden. Die Pandemie sehe ich als Reifeprüfung für uns alle. Speziell für uns Piloten ist es ein Charakter- und Intelligenztest: Wie blöd und egoistisch kann man jetzt noch sein? Verzichten ist vernünftig und fair. Parawaiting@home ist kein Drama. Es ist die Chance, anderen zu helfen. Auf das nächste Hike’n’fly, den nächsten schönen Schlauch, das nächste Landebier freue ich mich riesig. Es werden wieder bessere Zeiten kommen, auch fürs Fliegen.

  5. Leider ist der gesunde Menschenverstand etwas vom Schwierigsten überhaubt.
    Jetzt in dieser Zeit, sich was gutes tun, den Kopf verlüften, ein leichtes hike und fly für sich alleine. Ich bin extren froh, das der Verband nicht generell es Verboten hat. Und dass Bödeli dicht macht, ist nur, weil Komerziell verboten ist. 2m Distanz reicht völlig, aber eben, es müsste wohl auch beim Landeplatz Polizei mal vorbeischauen. Das mit den Unfall und Spitalbetten…. ok, ist ein Argument. Erlich gesagt weiss ich nicht was davon halten. Doch, eigenverantwortung vor Verbot!!!

  6. Das ist ein starkes Zeichen vom Vorstand! Bravo!

    Es ist jetzt wichtig, dass WIR (jeder einzelne) die Empfehlung konsequent umsetzen. Nur damit kann die Verbreitung und die schweren Erkrankungen abgebremst und zeitlich verteilt werden. Damit bleibt unser Gesundheitssystem stabil und hilft den schwer Erkrankten!

    Bleibt zu Hause!

    Damit wir bald wieder grosse Flüge erleben können…

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